Geschichte des Projekts

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Foto – pixbay

Entwickelt wurde die Idee unter dem Namen „Caring Community“ Ende der 70er Jahre in den USA vom lutherischen Pastor Harry Hinrichs. Hinrichs hatte seine Gemeinde in Chicago im Eklat verlassen, nachdem der Gemeindevorstand eine rassistisch motivierte Personalentscheidung getroffen hatte. Ihn beschäftigte die Frage: Wie muss ein Gottesdienst aussehen, der auch im Alltag relevant wird? So entwickelte er in Zusammenarbeit mit dem Pädagogen Rich Bents das Programm „Caring Community“ (Tragende Gemeinschaft), das in lutherischen aber auch katholischen Gemeinden der USA schnell ein Erfolg wurde.

Die deutsche Variante wurde im Gemeindekolleg der VELKD entwickelt und unter dem Namen „Gottesdienst LEBEN“ verbreitet. 2003 erfolgte die Umbenennung in „Spiritualität im Alltag“. Zusammen beschreiben alle drei Namen, worum es geht: Zu einer tragfähigen Gemeinschaft zusammenzuwachsen, den Gottesdienst und die Bibel auf das Leben anzuwenden und sich selbst als spirituellen Menschen zu begreifen – und das alles nicht nur theoretisch, sondern praktisch.

Seit 1985 haben weit über 100 Gemeinden in Deutschland dieses Projekt (z.T. mehrfach) durchgeführt und nahezu überall einen großen Gewinn daraus gezogen. Vertiefte Gemeinschaft ist gewachsen und auch Gottesdienste haben sich gewandelt oder werden in ihrem Gehalt besser verstanden.